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Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof

 

Am 25. November 2022 fand der "Faktencheck Gäubahn" des Interessenverbandes Gäu-Neckar-Bodenseebahn (IV GNBB) in Stuttgart statt. 


Der Faktencheck Gäubahn diente der transparenten Darstellung des Themas und der Versachlichung der aktuellen Diskussion. Deutsche Bahn und Landeshauptstadt Stuttgart stellten dar, welche Auswirkungen der Weiterbetrieb der bisherigen Bahnanlagen bis Stuttgart Hbf hätte. Deutsche Bahn und Verkehrsministerium Baden-Württemberg erläuterten das von der Bahn vorgesehene Konzept eines Umstiegs in Vaihingen und einer vom Land geplanten zusätzlichen Weiterführung bis zu einem Nordhalt. Zudem stellte die Deutsche Bahn die Ergebnisse der Prüfungen von alternativen Führungen der Gäubahn vor. Gezeigt wurden die Ergebnisse der Prüfung von Umleitungsstrecken über Tübingen oder Renningen. Dargestellt wurden auch Prüfungen über die Verlängerung von S-Bahn Verbindungen über Herrenberg hinaus in Richtung Süden oder die Nutzung der S-Bahn-Stammstrecke für Intercity-Züge.

 

Vorgestellte Präsentationen beim "Faktencheck Gäubahn":

Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (PDF)

Landeshauptstadt Stuttgart (PDF)

Deutsche Bahn AG - Prüfung Weiterbetrieb bisheriger Bahnanlagen (PDF)

Deutsche Bahn AG - Verkehrliche Varianten (PDF)

 

 

 

Am 27. Januar 2023 fand die Sitzung des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn statt. 

Im Anschluss an den Termin wurde folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

 

Guido Wolf MdL: "Gäubahn-Interessenverband will externes Gutachten!"

 

In seiner Sitzung am vergangenen Freitag hat der Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn die Konsequenzen aus dem Faktencheck zur Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof diskutiert. Dabei ging es um die Frage, die Gäubahn auch während des Baus des Pfaffensteigtunnels bestmöglich an den Stuttgarter Hauptbahnhof anzubinden. Die Möglichkeit, in Vaihingen auf die S-Bahn umzusteigen, werde von vielen als allenfalls zweitbeste Lösung angesehen. Eine umstiegsfreie Fahrt aus dem Süden bis in die Stuttgarter Mitte wäre aus Sicht vieler Anlieger im Süden vorzugswürdig.

 

Der Faktencheck Ende vergangenen Jahres offenbarte auf Basis von Daten und Fakten der Deutschen Bahn einerseits, sowie der Stadt Stuttgart andererseits keine Möglichkeit für die Anbindung der Gäubahn über die Panoramabahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof über Ende 2025 hinaus. Die Deutsche Bahn argumentierte mit technischen Aspekten, die Stadt Stuttgart mit städtebaulichen.

 

Aus Sicht des Interessenverbandes war der Faktencheck sinnvoll, um die Varianten einzugrenzen. Ein wirklicher "Gäubahnfrieden", wie vom Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper immer wieder thematisiert, erfordere es aber, die vorgetragenen Positionen durch einen unabhängigen Gutachter bewerten zu lassen. Das sei kein Misstrauen gegenüber dem Vorgetragenen, sondern das Bedürfnis, tatsächlich befriedend zu agieren. "Auch in einem Gerichts- oder Schlichtungsverfahren steht am Ende nicht das Parteigutachten, sondern die unabhängige Bewertung", erklärt der Vorsitzende des Interessenverbands Guido Wolf.

 

Der Interessenverband wird jetzt ein solches Gutachten in Auftrag geben und die Plausibilität der Ergebnisse des Faktenchecks überprüfen zu lassen. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat hierzu seine fachliche und finanzielle Unterstützung angeboten.

 

Weiteres Thema der Verbandsversammlung war die seitens der Deutschen Bahn im Rahmen des Faktenchecks ins Gespräch gebrachte Verlängerung der S-Bahn in den Süden. Hierzu wird bis März eine entsprechende Prüfung der Bahn vorgelegt, auf welchem Streckenverlauf und unter welchen Bedingungen ein solcher S-Bahnverkehr denkbar wäre. 

 

Villingen-Schwenningen, 30. Januar 2023

gez. Guido Wolf MdL

 

 

Zwei Bilder - Links: Ein ICE-Zug fährt auf der Gäubahn-Strecke - Rechts: Das Logo des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn